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Demographie_Check:Kärnten 2020

Zukunftsfähige Regionen Kärnten

Laut Prognosen der Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK) zeichnet sich für das Bundesland Kärnten in den nächsten Jahrzehnten ein Bevölkerungsrückgang ab. Blickt man von der Landesebene auf die Regionsebene und von dort weiter auf die lokale Ebene (Gemeinden) zeigen sich enorme regionale Disparitäten in der künftigen Bevölkerungsentwicklung (Stichwort: „Dorfsterben“).


Während die ländlich-peripheren Regionen Kärntens stark an Bevölkerung verlieren, profitiert der Kärntner Zentralraum. Aber auch dieses Gebiet ist stark vom Phänomen des demographischen Wandels betroffen, gründen sich die positiven Bevölkerungszahlen doch mehrheitlich auf Binnenwanderungstendenzen.

Der Zentralraum agiert in einer Doppelrolle als Impulsgeber und Entzieher regionaler Entwicklungspotentiale. Zusätzlich finden sich dort wachstumsbedingte Probleme in Form von starken Pfadabhängigkeiten und ein hartes Ringen um Humankapital. Der Zentralraum beeinflusst die gesamte demographische Entwicklung Kärntens mit.

Der demographische Wandel wird in Kärnten zunehmend als gesellschaftliche Herausforderung angesehen. Die Nachfrage und die Bedeutung nach demographischen Analysen nehmen zu. Dabei steht vor allem die räumliche Perspektive von Bevölkerungszusammensetzungen und -dynamiken im Fokus. Der Demographie_Check:Kärnten 2020 ist ein Projekt zwischen dem Land Kärnten (Fachabteilung 10/ Land- und Forstwirtschaft, Ländlicher Raum) und der Fachhochschule Kärnten (Studienbereich für Wirtschaft und Management / Public Management) und untersucht die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Regionalentwicklung in den sechs Kärntner LEADER-Regionen und dessen Gemeinden. Inkludiert in die Betrachtung und Prognose der Entwicklungen wird ebenso der Kärntner Zentralraum da starke Wechselwirkungen herrschen.

Nur eine solch umfassende und mehrdimensionale Sichtweise kann weitere Kenntnisse über die Bevölkerungsveränderung in Kärnten liefern. Der demographische Wandel in all seinen Facetten könnte für das Bundesland Kärnten die bisher wohl größte Herausforderung des 21. Jahrhunderts darstellen.

In vielen Teilgebieten muss man sich auf ein Ende des Bevölkerungswachstums, gepaart mit starken Polarisierungs- und Schrumpfungsprozessen einstellen. Tiefgreifende gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen vollziehen sich.

Die Ergebnisse fließen in den kommenden Masterplan Ländlicher Raum ein. In Summe entsteht ein moderner Ansatz eines „Demographic Governance“ für Kärnten. Nicht nur durch staatliche Maßnahmen kann die Bevölkerungs-entwicklung beeinflusst werden, auch private und zivilgesellschaftliche Akteure nehmen wichtige Positionen in einer solchen Betrachtung ein.

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