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Die SDGs im Tourismus

Zweitägige Fachwerkstatt der ARGE Naturerlebnis Kärnten unter Beteiligung der Forschungsgruppe TRANS_SPACE

Die Arge Naturerlebnis Kärnten ist eine Kooperation der wesentlichen Schutzgebiete Kärntens (NP-Hohe Tauern, Biosphärenpark Nockberge, Naturparke Weissensee und Dobratsch), der Tourismusregionen Kärntens sowie der Kärnten Werbung zur Entwicklung nachhaltiger touristischer Produkte. Die zweittägige Fachwerkstatt (14./15. Oktober 2021) im Biosphärenpark Wienerwald widmete sich dem Thema, wo nun konkrete Integrations- und Umsetzungsmöglichkeiten der „Sustainable Development Goals (SDGs)“ im Umfeld der Schutzgebiete und des Tourismus möglich sind um in weiterer Folge einen Beitrag zur Umsetzung der SDG’s in Kärnten vor allem im Tourismus leisten zu können. Neben dem Bundeskanzleramt, dem Ministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus und dem BM-Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität und Technologie, referierten u.a. auch das Amt der NÖ Landesregierung (Umwelt- u. Energiewirtschaft) sowie das Amt der Kärntner Landesregierung (Abteilung 8 – Umwelt, Energie und Naturschutz) bei der Konferenz.

Ebenso mit einem fachlichen Beitrag involviert war Thomas Zametter, Senior Researcher der Forschungsgruppe TRANS_SPACE der FH-Kärnten. Er wurde von der ARGE eingeladen und konnte im Rahmen seines Vortrages erste Erfahrungen und konkrete Projektumsetzungen in diesem Bereich aus dem FH-Projekt ETIFOR (Projektauftraggeber Tourismusregion Nassfeld-Lesachtal-Weissensee) präsentieren. Gemeinsam mit dem GF der Nassfeld-Lesachtal-Weissensee Tourismusregion, Markus Brandstätter, wurde in Kooperation mit der FH-Kärnten die erste GSTC-Zertifizierung Österreichs (Global Sustainable Tourism Council) und die daraus erwachsenen qualitativen Wachstumsschritte & Learnings präsentiert. Ein absolutes Pionierprojekt in Österreich. Es ist auch die erste GSTC-Zertifizierung weltweit, wo grenzüberschreitend (gemeinsam mit der Tourismusregion Tarvisio) beide Destinationen in Kooperation den Zertifizierungsprozess durchlaufen sind.

Fazit: In Zukunft wird es verstärkt darum gehen, den Tourismussektor qualitativ zu verbessern und ihn nachhaltiger zu gestalten. Der Tourismussektor kann einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der SDGs leisten. Umgekehrt führt ein proaktives und kreatives Arbeiten mit den SDGs sowie mit Zertifizierungsprogrammen wie GSTC oder dem Österr. Umweltzeichen (diese inkludieren die SDGs) wiederum dazu, dass neue Innovationen und Inputs in die Region fließen, der Co2-Foodprint gesenkt wird sowie strukturelle Verbesserungen des Sektors insgesamt erzielbar sind (Steigerung der Resilienz). Neben den ökologischen Vorteilen können sich ebenso soziale und wirtschaftliche Gegebenheiten verbessern und zu Win-Win Effekten führen. Durch eine Stärkung von Inklusion und Teilhabe im Tourismus (z.B. SDG 10) sowie durch Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Arbeitsbedingungen (z.B. SDG 8), sind vielseitige Entwicklungspotentiale gegeben. Tourismusregionen welche eine nachhaltige Entwicklung anstreben sowie an einer Aktivierung der regenerativen Kräfte des Tourismussektors arbeiten, werden sich in Zukunft besser entwickeln. Sie werden auch marktseitig stärker nachgefragt, so das Fazit der Präsentation. Die SDGs geben dafür neue Rahmenbedingungen und Handlungsanleitungen vor. Weitere Kooperationsprojekte mit der Forschungsgruppe TRANS_SPACE sind geplant.

Projekt ETIFOR der FH-Kärnten mit Beteilung von Thomas Zametter

URL: https://forschung.fh-kaernten.at/trans-space/projekt-fh/projekt-etifor-erste-gstc-zertifizierung-oesterreichs/

Global Sustainable Tourism Council (GSTC)

URL: https://www.gstcouncil.org/

Sustainable Development Goals (SDG´s)

URL: https://sdgs.un.org/goals