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Zukunftsregion Lesachtal – Ein sozioökonomischer Blick aufs Tal

Buchbeitrag für Gailtaler Zeitsprünge – Ein Tal im Wandel der Zeit BAND 2

Prognosedaten bis zum Jahr 2050

Der vorliegende Beitrag berichtet über die Entwicklung von einem der schönsten Hochtäler Europas, dem Lesachtal in Kärnten. Dabei wird der Fokus auf die zukünftige Bevölkerungsentwicklung und dessen Auswirkungen auf die verbleibende Bevölkerung, Politik und Wirtschaft gelegt. Die Analysen sollen dahingehend dienlich sein, strukturpolitische und existenzsichernde Perspektiven auf die damit verbundenen Herausforderungen zu geben. Die präsentierten Daten und Handlungsfelder sind das Ergebnis von Bürger*innen[1]– und Expertenbefragungen[2] in Kombination mit statistischen Prognosedaten bis ins Jahr 2050. Dabei fußt die Vorausschau auf Entwicklungen der Vergangenheit und schreibt diese unter Berücksichtig diverser Korrekturfaktoren (Wanderungen, Geburten, Tode, Fertilität et al.) weiter.

Einblicke in den Buchbeitrag

Lange blieb der demographische Wandel in Kärnten von der „großen“ Politik unberücksichtigt. Lange standen die wirtschaftsstarken Verdichtungsgebiete mehrheitlich im Blickpunkt. Lange bestimmten Machtspiele, kommunales Kirchturmdenken und politisches „Hick-Hack“ auch die Entwicklung des Lesachtals mit.[1] Während in den angrenzenden italienischen Berggebieten, aufgrund starker Zentralisierungstendenzen, der sozioökonomische Niedergang zumeist bereits vollzogen ist, bleibt dem Lesachtal noch ein gestalterischer Handlungsspielraum. Neben investiven Maßnahmen werden „weiche“ Faktoren der Raumentwicklung wie Kooperation, Ehrenamt, Bildung, Förderung der Jugend, Inklusion, Toleranz und Teilhabe zu den Schlüsselkriterien für Entwicklung. Nicht mehr der traditionelle „Shareholder Value“ für einzelne Interessensgruppen ist aufrechtzuerhalten, sondern ein neuer, qualitativer Wachstumspfad, fußend auf den einzigartigen und damit schwer kopierbaren lokalen Entwicklungspotentialen ist zu beginnen.

Viele Menschen möchten in ländlichen Gebieten bleiben:

Bleibemotive Lesachtaler*innen. 40 Personen haben auf die Online-Frage des Autors geantwortet. Warum bleibst Du im Tal? Was ist dein wichtigster Grund? Die Antworthäufigkeit wird durch die Größe des Wortes simuliert. Zametter (2021).


Bleibemotive von Lesachtaler*innen
Bleibemotive von Lesachtaler*innen

Der vollständige Buchbeitrag ist in der Ausgabe Band 2 Gailtaler Zeitsprünge – Ein Tal im Wandel der Zeit einzusehen.

Online Shop: https://www.gailtaler-zeitbilder.at/shop/b%C3%BCcher/#cc-m-product-13795745292

[1] Aussage eines befragten Bürgers.


[1] 10 Bürger*innen außerhalb der Politik wurden mittels Fragebogen vom Autor befragt (Dezember 2020). Eine Online-Umfrage wurde ergänzend von 40 Personen beantwortet (siehe Bleibemotive im Tal am Schluss des Berichtes).

[2] Kurzbefragung von 5 Experten aus den Bereichen Regionalentwicklung, Tourismus, Berglandwirtschaft und Klimawandel.